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Wassereinsparung und CO2-Reduktion in der Werkslackiererei von Toyota Material Handling

Die automatisierte Lackiererei von Toyota Material Handling Europe reduziert den Energieverbrauch und den Wasserverbrauch im Werk Mjölby in Schweden.

Automatisierte Lackierung

Das schwedische Werk von Toyota Material Handling in Mjölby setzt auf Lean Thinking, indem es die Flurförderzeuge in einer hochautomatisierten Lackiererei bearbeitet. Der einzige Schritt der dabei manuell erfolgt, ist die Aufhängung der Teile auf einem erhöhten Förderband. Im Anschluss beginnt die automatisierte Reise durch die Vorbehandlung, Trocknung, Roboterlackierung, Härtung und Kühlung. Im letzten Schritt werden die Teile vom Förderband genommen und an das Montageband geschickt.

Die Lackiererei verwendet zur Färbung Pulverlack, der auf das Material gesprüht wird. Während das Pulver elektrisch negativ geladen wird, werden die Bauteile aus Metall positiv geladen sodass die Pulverpartikel an den Teilen haften. Um die Farbe zu festigen, wird sie im Ofen gehärtet. Bei diesem Verfahren verzichtet man komplett auf den Einsatz von Lösungsmitteln, die zu Wasser- und Luftverschmutzung führen können. Insbesondere die Emissionen von flüchtigen, organischen Verbindungen in der Luft sind potenziell schädlich für die Mitarbeiter und nicht zuletzt für die Umwelt. Die Verwendung von Pulverlack vermeidet die Verschwendung von wasserbasierten Farben, was die Verschmutzung im Wasser und in der Luft deutlich reduziert.

Weniger Wasserverbrauch und geringere CO2-Belastung

In der Lackiererei wird nachhaltig nach dem Lean-Prinzip gearbeitet. Agneta Ring, Sustainability Manager bei Toyota Material Handling in Schweden, erklärt die ökologischen Vorteile des Prinzips: „Im Jahr 2009 haben wir massiv in die Lackiererei investiert, um die Umweltbelastung zu minimieren. Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Liste war die Verbesserung des Arbeitsklimas für unsere Mitarbeiter.“ Mit diesem Engagement hat sich das Projektteam neue Ziele gesetzt: Keine Entwässerung, weniger Abfälle von Farbpulver und weniger Energieverbrauch – einhergehend mit einer massiven Reduktion der CO2-Emissionen durch die Umstellung von Flüssiggas auf Fernwärme in der Vorbehandlung.

Die Umweltbelastung wurde in jedem Schritt des Lackierprozesses verbessert. Einer der größten Einsparungen konnte in der Waschstation erzielt werden, wo Schmutz und ölige Rückstände von den Stahlplatten entfernt werden. Wurde das Waschwasser zuvor noch mit Flüssiggas erwärmt, wird es nun mit Fernwärme aus der Gemeinde aufgeheizt.
Das Resultat: 340 Tonnen weniger CO2 pro Jahr. Darüber hinaus wird das Waschwasser gefiltert und destilliert, durchläuft dann einen Kohlefilter, einen Ionenschalter und wird zuletzt mit UV-Licht behandelt um Bakterien zu entfernen. Danach ist das Wasser wiederaufbereitet. Somit konnte das Abwasser um 90% reduziert werden. „Es war wirklich ein besonderer Tag, an dem wir als symbolische Geste das Abflussrohr zur öffentlichen Kanalisation gekappt haben.“, so Agneta Ring.

Finanzielle Einsparungen

Die umweltschonende Maßnahme ist auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg: Nach dem Trocknungsprozess werden die Teile zur Lackierung geschickt, wo Roboter die ganze Arbeit verrichten. Das überschüssige Lackpulver fällt durch einen Gitterboden und wird zur Wiederverwendung abgesaugt.
„Heute haben wir einen völlig lösungsmittelfreien Arbeitsplatz und es ist uns gelungen, den Wiederverwendungsgrad des Pulvers von 67% auf 86% zu erhöhen. Die Einsparungen hierbei liegen bei 75.000 Euro pro Jahr“, berichtet Marcus Johansson, Production Development Project Manager bei Toyota Material Handling in Schweden.

 

Toyota Produktionssystem

Ein Kamerasystem in der Lackiererei hilft bei der Überprüfung, ob die Teile korrekt am Förderband hängen, bevor sie lackiert werden– was dem Wert „Poka Yoke“ im Toyota Produktionssystem entspricht. Diese Methode verhindert Kollisionen zwischen Robotern und falsch platzierten Komponenten wodurch Geräteschäden minimiert werden. Somit können pro Jahr zusätzlich bis zu 50.000 Euro eingespart werden.
Abschließend fügt Agneta Ring hinzu: „Einer unserer Eckpfeiler bei den Bemühungen um Nachhaltigkeit ist das „3R-Prinzip (Reduce, Reuse, Recycle).“: Reduzieren, wiederverwenden und recyclen. Die Lackiererei ist ein hervorragendes Beispiel für unseren Lean-Gedanken: Die Umweltbelastung minimieren und dabei einen gesunden Arbeitsplatz zu schaffen, der zudem auch noch Kosten einspart.“

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